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Eine große Persönlichkeit wird zu Grabe getragen
Bewegende Abschiedfeier für
Adelheid Gräfin vom Hagen
Ruhr Nachrichten vom 10.01.12
Mit einer bewegenden Zeremonie nahmen am
Montag die große Familie, das Deutsche Rote Kreuz, der Reiterverein
Lützow, die anderen Olfener Vereine und viele Bürger der Stadt Abschied
von Adelheid Gräfin vom Hagen. Mehrere 100 Gäste hatten sich am
Montagmittag in und vor der Trauerhalle auf dem Olfener Friedhof
versammelt, um Gräfin Heidi das letzte Geleit zu geben, die eine Woche
zuvor im Alter von 91 Jahren verstorben war.
Von Matthias Münch
Pfarrer Thorsten Melchert erinnerte an das
lange und erfüllte Leben der Gräfin, die im thüringischen Niedergebra
(Kreis Nordhausen) geboren wurde und in Olfen ihre zweite Heimat fand.
Pfarrer Melchert sprach von ihrer Verwurzelung im DRK, ihrer großen
Mitmenschlichkeit und den vielen Ehrungen, die ihr dafür zuteil wurden.
Mehrere Jahre gehörte sie auch dem
Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde in Olfen an. In dieser
Zeit hatte sie eine Partnerschaft zur evangelischen Gemeinde ihres
Heimatortes Niedergebra hergestellt. Von dort war am Montag Pfarrer
Bernhard Halver nach Olfen gekommen, um an der Trauerfeier teilzunehmen.
Sarg war mit Tulpen geschmückt
In der Trauerhalle hatten sich der
Ortsverein des Roten Kreuzes und der Reiterverein Lützow mit ihren
Fahnen rechts und links von dem mit roten und gelben Tulpen geschmückten
Sarg aufgestellt. Die Chorgemeinschaft 82 gestaltete die Trauerfeier
musikalisch mit. In allen drei Vereinen war Gräfin vom Hagen aktives
Mitglied.
Von der Trauerhalle geleiteten sechs
Männer des DRK den Sarg in ihren Rotkreuzuniformen zum Grab, wo die
Vereine erneut Aufstellung nahmen. Dort ergriff Gernot von Hagen als
Vorsitzender des großen Familienverbandes der Grafen und Freiherrn von
und vom Hagen das Wort. In dieser Funktion ist Gräfin Adelheid vom Hagen
seine Stellvertreterin gewesen.
"Liebenswerter Mensch"
Auch Gernot von Hagen nannte die vielen
Verdienste, die sich Gräfin Heidi im Laufe ihres Lebens erworben hatte.
Er erinnerte aber auch an den liebenswerten Menschen, der mit einem
„unglaublichen Humor“ gesegnet gewesen sei, und sagte: „Wir würdigen
heute eine wunderbare Persönlichkeit.“ |