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Blutspende am 2. Januar 2015

Fan-Clubs kämpfen um den ersten Platz

RN-Foto: Arndt Brede

02.01.15 - Haus Rena

Ruhr Nachrichten vom 03.01.15

Es war, als ob jemand Schleusen geöffnet hätte: Beim Blutspendetermin herrschte gestern im Haus Rena großer Andrang. Es war nicht nachweihnachtliche Milde oder die Erfüllung guter Vorsätze für das neue Jahr, die die Menschen bewegten, sich auf Einladung des DRK den wertvollen Lebenssaft abzapfen zu lassen. Nein, es war der Wunsch, konkret zu helfen.

 

Erstspender gewinnen

„Mein Blut hilft Menschen, die es brauchen“, sagte Ralf Lippelt. Seine Tochter Nele (10), die mit Ihrem Vater da war, wusste Genaueres: „Mein Vater hat mir das erzählt. Das Blut bekommen Menschen, die operiert werden.“ Sie selbst ist noch zu jung, um Blut spenden zu dürfen. Mit 18 dürfte sie. Will sie? Die Antwort war eindeutig: „Klar will ich mal Blut spenden.“ Zumindest eine Erstspenderin ist dem DRK schon mal sicher.

 

Das wird Lothar Schulte-Rummel, Geschäftsführer des DRK-Ortsvereins Olfen freuen. Er betreute mit ehrenamtlichen Helfern die Spender: „Wir wollen ja Erstspender bekommen.“ Um die Zahl dieser Erstspender zu erhöhen, hat sich das DRK seit einigen Jahren etwas Pfiffiges einfallen lassen.

 

Wettstreit der Fanclubs

Die Fanclubs der Bundesligisten aus Schalke, Dortmund, München und Mönchengladbach treten in den Wettstreit. Wer die meisten Mitglieder stellt, die Blut spenden, oder die meisten Stimmen neutraler Spender vereint, hat gewonnen. „Seitdem kommen auch junge Leute“, sagt Schulte-Rummel.

 

Eine, die aus eigenem Antrieb gekommen ist, ist Erstspenderin Andrea Scholz. „Ich bin ein wenig aufgeregt, weil ich keine Spritzen mag“, erzählte die 42-Jährige dem RN-Reporter. Ihre Motivation: ,,Ich habe mich für die Deutsche Knochenmarkspender-Datei typisieren lassen und dabei ist heraus gekommen, dass ich eine seltene Blutgruppe habe. Null negativ ist universell einsetzbar. Da war mir klar, dass ich hier hinkommen musste.“ Ihren Mann Christian bewegte sie sofort mit, sich erstmals Blut abzapfen zu lassen.

 

Hilfsbereitschaft hat auch Ludger Böcker bewegt, aus Vinnum zu kommen, um zum 77. Mal zu spenden. „Man bekommt aber auch nach den Untersuchungen Bescheid, falls etwas nicht stimmt. Das ist gut für die Vorsorge.“

 

Das DRK war zufrieden mit dem Termin. Am Ende kamen 150 Spender, darunter 13 Erstspender.

 

Und den Fanclub-Wettbewerb gewann der BVB-Fanclub.

 

Arndt Brede@mdhl.de

Ankündigung zur Blutspende

02.01.15 - Haus Rena
Wenn zwei Bayern-Fans, ein Schalker, ein Gladbacher und ein BVB-Fan in Olfen aufeinandertreffen, gibt es immer eine Menge Gefrotzel. Aber trotz einiger Neckereien stand dann doch das sehr wichtige Thema Blutspende im Mittelpunkt.

Zum vierten Mal gibt es im Januar die gemeinsame Blutspende-Aktion der Fanclubs mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Die Schwarz-Gelbe Garde, der Schalke-Fanclub Steverknappen 04 und der Fanclub Bayern-Power waren von Beginn an dabei. Der Gladbach-Fanclub Olfohlen, der sich erst in diesem Jahr gegründet hat, ist zum ersten Mal mit dabei. Neben den Fanclubs der Bundesligisten machen aber auch der Sus Olfen und Westfalia Vinnum bei der Aktion mit. "Wir sind jetzt zum dritten Mal dabei", sagt Werner Trogemann vom SuS.

Eine gute Sache – das findet auch Bernd Wenner vom DRK-Ortsverein Olfen: "Die Teilnahme der Fanclubs hat das Durchschnittsalter der Spender ganz schön gesenkt."

Kaum Spender

Der Hintergrund der Aktion: In den Weihnachtsferien spenden in der Regel nur wenige Menschen Blut. Viele Patienten, vor allem Tumorpatienten, brauchen aber während ihrer Chemotherapie auch in dieser Zeit dringend Transfusionen.

Um möglichst viele Mitglieder zum Mitmachen zu bewegen, bietet die sportliche Rivalität zwischen den Vereinen einen guten Anreiz: Deshalb machen sie aus der Spende einen Wettbewerb und tragen eine Blutspende-Meisterschaft aus. Jeder Spender kann seine Stimme für einen Fußballverein abgeben.

Der Verein mit den meisten Stimmen hat gewonnen und erhält eine Überraschung. "Wir wollen an dieser Stelle ja mal nicht erwähnen, dass der FC Schalke zwei Jahre in Folge gewonnen hat", sagt Martin Seiffert von den Steverknappen grinsend. Es gilt für die anderen also, den Titelverteidiger zu schlagen.

Zwei Ärzte sind dabei

Aus den letzten Jahren hat das DRK gelernt. Im vergangenen Jahr gab es nur einen Arzt und die Spendewilligen mussten lange warten. "Der Ansturm war so groß", erinnert sich Seiffert. "Diesmal wird es zwei Ärzte geben", versichert Wenner. Jeder Spender erhält eine Tube Ringelblumensalbe.

Wenner und Susanne Elsner, die Koordinatorin, Trogemann, Reinkober, Seiffert, Michael Krursel von den Olfohlen und Ralf Gosmann und Sebastian Becker vom Fanclub Bayern-Power hoffen jetzt auf rege Beteiligung ihrer Mitglieder.