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Blut rettet Leben

Bedeutung der Blutspende für Frühgeburten

Ruhr Nachrichten vom 24.09.13

RN-Foto Pflips

Ärztin aus Münster referierte beim DRK-Jubiläum über die Bedeutung der Blutspende

 

Zum 100-jährigen Bestehen des DRK Ortsvereins Olfen hielt Dr. Gabriele Walther Wenke, ärztliche Direktorin des Zentrums für Transfusionsmedizin Münster, den Festvortrag „Jetzt du. Kinder - Zukunft - Blut".

Darin betonte sie die Bedeutung der Blutspenden.

 

Besonders benötigt werden sie bei Frühgeburten. Mit hohem technischen Aufwand erhalten viele die Chance, die kritische Zeit zu überstehen. Das gelte auch für extreme Frühgeburten vor der 28. Schwangerschaftswoche, bei denen die Kinder nicht einmal ein Pfund schwer sind.

Babykonserven

 

Seit Anfang der 90er-Jahre gibt es Babykonserven mit einer winzigen Menge Blut. „Eine Spende ergibt sechs kleine Einheiten für Kinder", berichtete sie. Im Jahr würden bis zu 3.000 Präparate gebraucht.

Deutschland habe in Europa die höchste Zahl an Frühgeborenen, was an dem gestiegenen Alter der Mütter, aber auch an Diabetes liegen kann, führte Walther Wenke aus. „Ohne Spenden ist ein Überleben nicht möglich". Weiterhin benötigten Kinder mit Tumoren Blutspenden. Etwa ein Prozent leiden an bösartigen Erkrankungen wie Leukämie oder an Nierentumoren.

Das Rote Kreuz stelle mit seinen Blutspendediensten 75 Prozent der Blutspenden sicher. Die Motivation und Überzeugung, Spender zu finden, die bereit sind, medizinische Maßnahmen zu ertragen, um anderen etwas von sich zu geben, sei immer eine persönliche Angelegenheit.

1.400 Blutspenden täglich
Dem Ortsverband Olfen ist es im Laufe der Jahre gelungen, dreimal so viele Spender zu überzeugen, als die Stadt Einwohner habe. Das sei eine sehr gute und lobenswerte Entwicklung. Bedenkt man, dass in Münster pro Tag 1.400 Blutspenden gebraucht werden, sei es wichtig, „am Ball zu bleiben", denn noch gibt es keinen Ersatz für „das flüssige Organ".

Antje Pflips