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Sprachkurse für Flüchtlinge

Kursangebot im Haus Rena

RN-Foto: Knopp

Ruhr Nachrichten vom 03.12.16


Sprache. Sie verbindet uns Menschen, lässt Missverständnisse verschwinden und fördert Integration.

 

Kommunizieren und einander verstehen kann die Brücke zu einer Gemeinschaft sein. Wie wichtig das ist zeigt der Sprachkurs „Early Intervention“, der seit Anfang November im Haus Rena stattfindet.

 

Organisiert wurde die neue Maßnahme für die Olfener Flüchtlinge, die in zwei Monaten einen Deutsch-Intensivkurs von montags bis freitags absolvieren wollen.


Starker Lernwille
„Ich möchte viel lernen. Unsere Lehrerin erklärt alles langsam und verständlich, das hilft sehr“, sagt Schkelzen Noka aus Albanien, der erst seit eineinhalb Jahren in Deutschland ist, aber dafür schon bemerkenswerte Sprachkenntnisse vorweist.

 

Für die Fortschritte ihrer rund 14 Schützlinge verantwortlich ist Dozentin Svetlana Malova. „Es ist wirklich beeindruckend, wie sie diese schwierige Aufgabe meistert, denn die Menschen haben unterschiedliche Herkunftsländer, Religionen und Anforderungskenntnisse. Manche kommen mit ersten Erfahrungen, andere fangen bei Null an“, lobt Mary Marcellus, Integrationsbeauftragte der Stadt, die Arbeit der Sprachkursleiterin.

 

Dass die Arbeit ihres Fachbereichs Früchte trägt, zeigt Mary Marcellus der Erfolg des Kurses: „Wir sind immer noch im Gespräch mit der Agentur für Arbeit. Denn es sind noch weitere Maßnahmen geplant.“

 

„Ich bin sehr zufrieden hier in Olfen, aber mir fehlt eine Arbeitsstelle“, sagt Fathbadha Rade, die mit ihrem Mann und zwei Kindern vor einem Jahr aus Albanien floh.


Riesige Nachfrage
„Die Nachfrage nach einem Sprachkurs war riesig. Wir sind dankbar, dass der DRK-Ortsverein Olfen uns diese Räumlichkeiten zur Verfügung stellt“, lobt Stefanie Benting, Leiterin des Fachbereichs Arbeit, Soziales und Integration, den dafür verantwortlichen Geschäftsführer Lothar Schulte-Rummel. „Menschlichkeit muss eben großgeschrieben werden“, betont er daraufhin.


Anna.Knopp@mdhl.de