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Naturwunder und ein besonders seltenes Phänomen

Foto: Antje Pflips

Ruhr Nachrichten vom 13.02.12

 

OLFEN. Moosbedeckte Weiten, schwarze Vulkanlandschaften, eiskalte Gletscher, schroffe Steilküsten, tosende Wasserfälle und heiße Quellen entdeckte Peter Ernst auf seiner Islandreise. Von seinen Erlebnissen und Eindrücken berichtete er im Haus Rena.

 

Ernst befuhr die Insel im hohen Norden von Juni bis Juli 2007 für vier Wochen. Gemeinsam mit Ehefrau Margarethe befuhr er eine Strecke von rund 2000 Kilometern. Dazu gehörte auch ein Abstecher in den Nordwesten, der für die größte Brutkolonie von Papageientauchern bekannt ist.

 

Lebensbedingungen

 

Doch mehr noch haben den beiden Olfenern die unwirtlichen Lebensbedingungen und gleichzeitig die faszinierende Schönheit der Natur imponiert. Davon sprachen auch seine Fotos. Robuste Islandponys grasen auf grünen Weiden, Dörrfisch hängt an langen Leinen im Wind, Häuser ducken sich gegen Wind und Kälte in die Berge oder sind nur als Hügel erkennbar. Die alten Häuser sind aus Grassoden gebaut.

 

Allerdings ohne jeden Komfort. „Die haben dort kein fließend Wasser und keinen Strom"; erzählte Ernst. Also auch keine Heizung. Und trotzdem wurden einige von ihnen bis vor Kurzem noch bewohnt. Bei Temperaturen, die im Sommer auf höchstens rund 16 Grad ansteigen, müssen die Isländer robuste Naturen sein.

 

Wenig Unterkünfte

 

Auf der Rundstrecke wurde die Bevölkerungsdichte zusehends geringer. „Wir haben auf unseren Touren nur sehr wenige Autos getroffen", erzählte Ernst. Auch Wegweiser und Unterkünfte waren spärlich gesät. Daher hatte Ernst schon von zu Hause alles vorgeplant. Neben seinen vielen Naturwundern bietet Island ein besonders seltenes Phänomen. Mit nur wenigen Schritten kann man von Amerika nach Europa wechseln. Quer durch die Insel verläuft die Grenze der amerikanischen und eurasischen Kontinentalplatten. Die Platten driften jährlich um rund zwei Zentimeter auseinander, erklärte Ernst.

 

Als größte Vulkaninsel der Welt gibt es auf Island noch aktive Vulkane. Von den unterirdischen Aktivitäten zeugen die warmen Seen, die vielen heißen Quellen und Geysire, von denen der „Große Geysir" im Haukadualur der spektakulärste ist. Die bekannte Blaue Lagune ist ein beliebter Touristenort.

aps