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Fördermitglieder werben

Chronik

RN-Foto Altfelix
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Das Rote Kreuz klingelt an der Haustür

Ruhr Nachrichten vom 14.08.12

OLFEN. Wenn es demnächst an der Haustür klingelt, könnte es das Rote Kreuz sein. Der Wohlfahrtsverband startet ab heute eine groß ange­legte Werbeaktion. Drei Mit­arbeiter wollen vier Wochen lang an jeder Haustür klin­geln, um neue Fördermitglie­der zu werben. Damit will der Ortsverein gegen sinkende Mitgliedszahlen und -beiträge angehen.

 

Die Mitgliederzahl sei zu­letzt von 1000 auf etwa 800 gesunken, sagt DRK-Kreisvor­stand Dieter Schwörer. „Wir möchten über unsere Arbeit informieren und Bürger für eine passive, möglichst dau­erhafte Mitgliedschaft gewin­nen." Vieles vor Ort werde von den Beiträgen finanziert. "

 

„Davon leben wir, damit können wir planen, mit Spen­den und anderen Zuwendun­gen nicht", sagt Roman San­der vom Bundesverband aus Berlin, der die Aktion um­setzt. Seine Frau Teresa und Robert Arlt unterstützen ihn dabei.

 

Ziel sind 100 Neumitglieder Die drei haben sich viel vor­genommen, wollen von Haus zu Haus gehen, an jeder Tür, egal ob Privathaushalt oder Unternehmen, klingeln. „Ziel ist es, mindestens 100 Neu­mitglieder zu werben", sagt Roman Sander. Einen Min­destbeitrag gebe es nicht. „Die meisten liegen zwischen 5 und 15 Euro", sagt Teresa Sander.

 

Die drei Servicemitarbeiter tragen Dienstkleidung, haben einen Dienstausweis mit Lichtbild dabei und sind zwi­schen 10 und 19 Uhr unter­wegs. Geldspenden in bar nehmen sie nicht an, alles geschehe per Einzugsver­fahren. „Viele Menschen sind misstrauisch", sagt Te­resa Sander, „obwohl es hier auf dem Land noch einfacher ist."

 

Dass das Rote Kreuz im Ort eine lange Tradition habe und hohes Ansehen genieße, verhindere nicht, dass die Mitgliederzahlen sinken, sagt Dieter Schwö­rer. „Damit wir bei der Ar­beit vor Ort weiter auf ei­genen Füßen stehen kön­nen, brauchen wir die Bei­träge." Er zählt auf, was das Rote Kreuz in Olfen leiste: Unterstützung des Blutspendedienstes, Senio­renarbeit, die Trägerschaft zweier Kitas, eine Kleider­kammer, Essen auf Rädern und der Sanitätsdienst.

 

Ehrenamt kostet Geld „Die Leute arbeiten zwar alle ehrenamtlich, aber das Ehrenamt kostet uns viel Geld", sagt Schwörer. Teu­re Ausbildungen müssten finanziert, Ausrüstung an­geschafft und dann gewar­tet werden. Sicherheit bei der Finanzierung gebe es nur durch verlässliche Ein­nahmen, eben durch die Fördermitglieder.

 

Ein Drittel machen die Einnahmen aus Mitglieds­beiträgen nach Angaben des Geschäftsführers Lo­thar Schulte-Rummel aus. „Es wird immer weniger." Deshalb wolle man alle Ol­fener aktiv ansprechen. Die letzte große Aktion dieser Art war 2006 und sei er­folgreich gelaufen - das Rote Kreuz hofft, den Er­folg zu wiederholen. anx