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Mitgliederversammlung vom 16.02.16

DRK-Ortsverein Olfen e.V.

RN-Foto Pflips

Ruhr Nachrichten vom 19.02.16
Auf ein erfolgreiches, aber anstrengendes und forderndes Jahr hat der DRK-Ortsverein Olfen am Dienstag zurückgeblickt. Bei der Gemeinschafts-versammlung drehte sich viel um das Thema Flüchtlinge.

„Es war ein gutes Jahr mit vielen Fort- und Ausbildungen", berichtete Rotkreuzleiter Kai Eigenbrodt auf der Versammlung des DRK-Ortsvereins. Doch trotz der großen Belastung hat es Spaß gemacht", sagte er: Er bedankte sich für die Unterstützung der Rettungswagenteams aus Lüdinghausen und Dülmen und lobte die gute Kommunikation zur Kreisleitung.

Er bedauerte allerdings, dass das DRK Olfen nicht in den Katastrophenschutz-alarm in der Flüchtlingsunterkunft in Vinnum mit eingebunden wurde. Besonders freute er sich über die Neuanschaffung eines Rettungswagens, obwohl dieser „noch entsprechend innen für das Ehrenamt aufgerüstet werden" müsse, fügte er hinzu.

 

Mit Kai Eigenbrodt habe das DRK einen engagierten und motivierenden Rotkreuzleiter bestätigt, sagte Geschäftsführer und 2. Vorsitzender Lothar Schulte-Rummel. „Seit Oktober 2014 hat sich viel getan". Aus den bisherigen 24 Mitgliedern wurden bei der Versammlung 28.

 

Situation im Kreis

Kreisarzt Dr. Rolf Zimmermann berichtete über die aktuelle Situation im Kreis Coesfeld. „Das ist die größte Herausforderung seit Jahrzehnten im Bereich der humanitären Hilfe". Seit Februar 2015 befinde sich das DRK aufgrund der vielen Flüchtlinge im Krisenmodus. Im August und September sei die intensivste Phase gewesen, von dessen Umfang alle überrascht wurden. In diesem Zusammenhang seien 200 hauptamtliche Mitarbeiter zusätzlich für die Flüchtlingshilfe eingestellt worden.

 

Seit 2015 gab das Rote Kreuz 6.500 Menschen kreisweit Unterkunft, kleidete sie ein, betreute sie medizinisch und verpflegte sie. Nachdem die Unterkunft in Vinnum über Karneval leer stand sind seit Mittwoch vergangener Woche wieder 133 Flüchtlinge angekommen. „Viele junge Familien mit kleinen Kindern", sagte Schlütermann. „Wir brauchen Ihre Arbeit daher noch länger", richtete er sich an die ehrenamtlichen Helfer.

 

Im März und April werde mit einer neuen Welle gerechnet. Staatliche Strukturen hingegen hätten oftmals versagt. Schlütermann forderte, "dass das DRK auch bei den weiteren Aufgaben der Integration an vorderster Stelle mithelfen und sich einbringen muss.“

 

Antje Pflips