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Konzeption

DRK-Kindertageseinrichtung Schatzkiste

Einleitung

O l f e n, eine Stadt im südlichen Münsterland und nördlichem Ruhrgebiet gelegen, ist im Kreis Coesfeld eine der „ältesten“ Städte.
O l f e n ist eine attraktive Kleinstadt mit vielen neuen Bebauungsgebieten, dies bringt ein stetiges Wachstums mit sich.
O l f e n  hat zurzeit rund 12.600 Einwohner.

 

Da mit der wachsenden und wandelnden Familienlandschaft in Olfen sich auch die Bedarfe im Bereich der Kindergartenplätze verändern, wird trotz der Erweiterung in den bestehenden KiTas noch eine weitere Kindertageseinrichtung für Olfen benötigt. Der DRK Ortsverein Olfen e.V. hat sich im März 2016 über eine Interessensbekundung als Träger für diese neue KiTa angeboten und im Mai 2016 die Zusage der Stadt Olfen erhalten.

 

Neuer Träger seit 01.01.2018

DRK Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH

Bahnhofstraße 128

48653 Coesfeld

Geschäftsführer Christoph Schlütermann

Telefon 02541 - 9442-0

www.drk-coe.de

kgst@drk-coe.de

 

DRK Grundsätze 

Die vorliegende Konzeption gibt Auskunft über die Leitlinien für Kindertageseinrichtungen in der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes. Sie zeigt auf, wie die pädagogische Arbeit, vor dem Hintergrund des gesetzlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrages (aus KiBiz), in der KiTa „Schatzkiste“ umgesetzt wird.

 

Die DRK Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH ist Träger des Familienzentrums Traumland und des Bewegungskindergartens Regenbogen und übernimmt mit der KiTa „Schatzkiste“ die Trägerschaft für eine dritte KiTa in Olfen.

 

Die Grundsätze des Trägers Deutsches Rotes Kreuz

und die pädagogische Haltung der Mitarbeiter/innen

Wir begleiten die Kinder, unterstützen sie in ihrer Eigenaktivität und orientieren uns im Alltag an den vielfältigen Bildungsmöglichkeiten, die die motorische, sensorische, emotionale, ästhetische, kognitive, kreative, soziale und sprachliche Entwicklung des Kindes ganzheitlich fördern und die Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen Menschen einschließt.

 

Wesentlicher Ausgangspunkt für die Gestaltung unserer pädagogischen Arbeit sind die Stärken, Interessen und Bedürfnisse des Kindes. Dabei achten wir besonders darauf, dass wir die Kinder in einer verlässlichen Bindung, mit Vertrauen und emotionaler Sicherheit in ihrem Bildungsprozess begleiten.

 

Für uns steht das Kind in seiner Lebenssituation im Mittelpunkt; wir achten Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, die unterschiedliche Talente und Fähigkeiten, individuelle Lebensgeschichten und familiäre Rahmenbedingungen mitbringen.

 

Die sieben Grundsätze des DRK-Leitbildes

Aus den sieben Grundsätzen und dem DRK-Leitbild ergeben sich konkrete Aussagen für unsere pädagogischen Arbeitsbereiche und –aufgaben.

 

  1. Der erste Grundsatz der Menschlichkeit ist der Grundstock, auf dem sich alle anderen Grundsätze aufbauen. Hier entsteht die Wertigkeit zum präventiven Grundrecht. 
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. 
    Jeder Mensch ist einzigartig, einmalig und wertvoll.
    Jedes Kind hat das Recht, so angenommen zu werden, wie es ist.
    Kinder sind vom Beginn ihres Lebens an Persönlichkeiten, die sich entwickeln. Von Natur aus wollen Kinder wachsen, sich entfalten und lernen.
    Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür Raum, Zeit und Sicherheit zu geben, sie zu unterstützen und zu begleiten.
  2. Die Integration von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte sind für unsere Einrichtungen und für das Deutsche Rote Kreuz eine bedeutsame Aufgabe, denn das DRK-Leitbild der Tageseinrichtung für Kinder hebt dies in seinem zweiten Grundsatz Unparteilichkeit hervor.
    Wir stehen ein für Integration und wenden uns gegen Ausgrenzung.
    Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, ein gemeinsames Leben und Lernen erfahrbar zu machen.
    Als pädagogische Grundhaltung ergibt sich daraus eine Akzeptanz und Wertschätzung jedem Menschen gegenüber.
    Wichtig für uns ist es, die Fähigkeiten jedes Kindes zu stärken und seine Eigenkräfte zum selbstverantwortlichen Handeln zu fördern.
  3. Im Zusammenhang mit dem Grundsatz der Neutralität achten wir in unserer pädagogischen Arbeit auf die Einhaltung der parteipolitischen, religiösen und ideologischen Neutralität. Dies bezieht sich allerdings keineswegs auf die fachliche und fachpolitische Ebene. Hier beziehen wir als Deutsches Rotes Kreuz sehr wohl eine klare Position, gerade im Bereich der Kinderrechte.
  4. Entsprechend dem Grundsatz der Unabhängigkeit ist es für uns erforderlich, unsere Eigenständigkeit zu wahren, damit wir den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes uneingeschränkt folgen können.
    Dies bezieht sich besonders auf die Eigenständigkeit, die es im Rahmen von KiBiz dem Träger gestattet, die Bildungs- und Erziehungsarbeit durch ein eigenständiges, individuelles Konzept umzusetzen. Dazu gehören z.B. auch das Aufnahmeverfahren, die Gruppenzusammensetzung und –stärke oder die personelle Besetzung.
  5. Der Grundsatz der Freiwilligkeit bezieht sich auf die Uneigennützigkeit und die humanistische Grundhaltung. Wir setzen uns für die Rechte der Kinder ein, ohne dabei auf einen eigenen Vorteil zu schauen.
  6. Der Rotkreuz-Grundsatz „Einheit“ umschließt das Netzwerk mit seinen bundesweiten Rahmenrichtlinien und länderbezogenen Rahmenkonzeptionen. Dabei werden natürlich an jedem Standort die besonderen Bedingungen und Möglichkeiten berücksichtigt und diese in individueller Form mit einbezogen.
  7. Der Gedanke einer umfassenden pädagogischen Arbeit zeigt sich im Grundsatz der Universalität. Wir sind nur ein Teil der Gemeinschaft, die die Familien begleiten und unterstützen, nutzen aber in unserer Arbeit auch die Haltung „über den Tellerrand“ zuschauen. Dies ermöglicht Netzwerkarbeit und Kooperationen mit Institutionen, die ähnliche Ziele verfolgen, oder einen vergleichbaren Arbeitsauftrag haben.

 

Unser Bild vom Kind

Jedes Kind und jede Familie benötigt eine individuelle Begleitung, denn jedes Kind bringt eine ganz eigene Biographie mit und wächst in einem ganz

persönlichen Lebensumfeld auf.

Dabei ist uns der positive Blick auf das einzelne Kind wichtig!

Denn jedes Kind bringt, in jedem Alter, schon ein großes Potenzial an Fähigkeiten und Talenten mit. Sie sind geborene Lerner, sind wissbegierig und neugierig. Kinder lernen in ihrem eigenen Tempo, nach eigenen Interessen und benötigen hierzu den sozialen Kontext. 

Das eigene Erleben wird durch die eigene gefühlsmäßige und geistige Auseinandersetzung und Verarbeitung als Erfahrung gespeichert und immer wieder „überarbeitet“. Kinder benötigen ein freudvolles und stabiles Umfeld, das sie begeistert und ihnen als Motor für ihr eigenes Lernen dient.

 

Bildung

Frühkindliche Bildung

„Bildung ist die aktive Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umgebung auf der Grundlage seiner bisherigen Lebenserfahrung. Sie ist ein konstruktiver Prozess, bei dem Selbstbildung durch unmittelbare Wahrnehmung und aktives, experimentierendes Handeln einerseits und Einfluss der Umgebung andererseits im wechselseitigen Verhältnis zueinander stehen.

 

Bildung wirkt darauf hin, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenständigen Persönlichkeit und den Erwerb seiner sozialen Kompetenz unter Beachtung der in Artikel 6 und 7 der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen genannten Grundsätze zu fördern…"   (Auszug aus §13 KiBiz)

 

Die 10 Bildungsbereiche, die laut der Bildungsvereinbarung des Landes NRW aufgeführt werden, sind die Basiskompetenzen, die zu den grundlegenden Zielen des pädagogischen Auftrags einer jeden KiTa gehören. Diese Bereiche sind nicht voneinander trennbar, sondern fließen eher ineinander über.

 

Unsere pädagogische Begleitung der Kinder ist geprägt durch eine verlässliche und stabile Beziehungsarbeit. Erst wenn ein Kind sich in seinem Umfeld wohl fühlt, kann es engagiert ins Spiel kommen und damit seine Lernprozesse voran bringen.

 

Für uns ist das ganzheitliche Lernen immer verbunden mit dem Grundsatz: „Engagiertheit und Wohlbefinden bilden die Grundvoraussetzung für freudvolles und nachhaltiges Lernen!“

 

Zusammenarbeit mit Eltern

Elternpartnerschaft - Formen der Zusammenarbeit mit Eltern

Hier gibt das KiBiz genaue Rahmenbedingungen vor, die die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten genau beschreibt.

Darüber hinaus sehen wir Eltern als erste Experten ihrer Kinder, die in der Zusammenarbeit und Begleitung der Kinder eine wesentliche Rolle spielen.

Mit Eltern im engen Austausch eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, ist uns besonders wichtig.

Elternmitwirkung und Elternbeteiligung stehen in enger Verbindung mit der Zufriedenheit der Elternschaft. Sich in der Tageseinrichtung des eigenen Kindes wohlfühlen und dort ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn.

 

Besonders wichtig ist uns der Einstieg in den Kindergartenalltag, die Eingewöhnungszeiten des Kindes.  
   

Die Gestaltung der Eingewöhnungsphase ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Arbeit, vor allem bei der Aufnahme von Kindern unter drei Jahren. Die zeitweise Trennung von vertrauten und die Hinwendung zu unbekannten Personen verlangt dem Kind eine extrem hohe Anpassungsleistung ab.

 

Um eine solche Beziehung aufbauen zu können, benötigen sowohl die Kinder als auch die Eltern Zeit. Wir weisen Eltern schon frühzeitig darauf hin, welche Bedeutung diese Eingewöhnungsphase hat, und dass ihre Anwesenheit unbedingt erforderlich ist.

 

Kinder in den ersten Lebensjahren brauchen den Schutz und die Nähe

einer Bezugsperson, wenn sie die vielfältigen Situationen in einer Tageseinrichtung bewältigen sollen. Bei Unsicherheiten oder Irritationen brauchen sie die Bezugsperson, um sich wieder ins Gleichgewicht bringen zu können. Je nach Situation reicht ein kurzer Blickkontakt oder das Kind sucht Körperkontakt und Zuspruch.

Nur unter der Voraussetzung einer stabilen und verlässlichen Beziehung ist es Kindern möglich, sich mutig auf ihre neue, unbekannte Situationen einzulassen und mit sich Ihnen stellenden Anforderungen fantasievoll auseinanderzusetzen.

 

Sinn und Ziel der Eingewöhnungsphase ist die allmähliche Lösung von der vertrauten Bezugsperson und der Aufbau einer stabilen Beziehung zu der pädagogischen Kraft in der Gruppe, die die Bezugsperson des Kindes ist.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass hierbei das Kind selbst das Tempo und die Art und Weise des Beziehungsaufbaus bestimmt.

 

 

Personal

Personal / Qualifikation 

 

Die personelle Besetzung orientiert sich an dem Buchungsverhalten der Familien und wird dann gemäß KiBiz umgesetzt.

Der Träger wird für die zu besetzenden Stellen vorrangig pädagogische Fachkräfte einstellen (staatl. anerkannte Erzieher/innen).