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Walderkundung

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RN-Foto Jessica Bader
Was gibt es im Wald so zu entdecken? Einen Baumsetzling zum Beispiel. Der wird gleich aber wieder eingebuddelt. Foto: Jessica Bader

Ruhr Nachrichten vom 08.04.16

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Das Rascheln des Laubs, der Waldgeruch bei Regen, das Laufen auf unebenem Boden: Für die Kindergartenkinder der Kita Traumland gibt es in diesen zwei Wochen viel zu erleben und entdecken. Seit 2003 geht es für die Kinder zwei Wochen im Jahr in den Wald statt in die Kita. 

In das kleine Stück Buchenwald ist an diesem eher grauen Freitagvormittag jede Menge Farbe gekommen. Bekleidet mit bunten wasserabweisenden Hosen und Jacken haben die 72 Kindergartenkinder den Wald erobert.

Die einen klettern auf einem Ast herum, eine Gruppe spielt Verstecken rund um einen Unterschlupf aus Zweigen, andere balancieren. Und eine Gruppe buddelt mit Stöcken im Waldboden. Dabei haben die Kinder eine Spinne aufgescheucht. Ein Mädchen hat sie in einen durchsichtigen Eimer gesteckt, um sie genauer zu betrachten.

Kinder probieren sich selbst aus - auch bei Regen

So sehen die Vormittage in den zwei Waldwochen der Kita Traumland aus. Frei spielen, selbst überlegen, was man unternehmen könnte, sich ausprobieren – das sind die Dinge, die die Kinder lernen können, erklärt Bianca Thier, die Leiterin der Kita. Und zwar bei fast jedem Wetter. Regen macht den Kindern nichts aus. Der Freitagmorgen hatte sowieso mit Wasser zu tun. Mit Gummistiefeln haben sie den Bach erkundet.

Was den Kindern einfach Spaß macht, verfolgt einen pädagogischen Zweck. Die Kinder sollen selbst die Naturgesetze entdecken, Fragen stellen, eigene Stärken entdecken oder auch mal Scheitern, ihre Sinne nutzen – etwa wenn es im Wald so schön nach Regen riecht. Die Kinder sollen ermutigt werden, sich an etwas Neues heranzutrauen, erklärt Bianca Thier. Auch die Motorik ist gefordert, wenn sie auf dem unebenen Waldboden rennen.

"Waldsofas" statt Stühle als Sitzgelegenheit

Schnell ist der Vormittag vergangen. Den Abschluss gestalten die Kinder wie im Kindergarten auch. Nur dass es statt Stühlen die „Waldsofas“ gibt: Äste und Stöcke als trockene Sitzgelegenheit. Auch darauf lässt sich ein Pausenbrot verspeisen – nach einem anstengenden Vormittag im Freien.